Wolfram SauerWolfram Sauer

1977 Preisträger beim Regionalwettbewerb "Jugend musiziert" im Fach Klavier. Nach dem Abitur am Lessing-Gymnasium Mannheim Studium der Schulmusik, Mathematik und Musikwissenschaft in Mannheim und Heidelberg. Seit 1984 im Schuldienst des Landes Baden-Württemberg. Künstlerisch tätig als Organist, Chor- und Orchesterleiter; zahlreiche Klavierabende mit werktheoretischer Einführung. 1992 Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes Mannheim. Absolvent und Assistent mehrerer Dirigierkurse.
Von 1988 bis 2015 leitete Wolfram Sauer den Männerchor der Chorgemeinschaft Friesenheim und führte neben großer Männerchorliteratur, auch aus dem Musiktheater, in Kooperation mit anderen Klangkörpern u. a. Rossinis „Stabat Mater“, Schuberts große Es-Dur-Messe und „Rinaldo“ von Brahms auf.
1988 bis 1999 gestaltet Wolfram Sauer als Leiter des Kirchenchors der St. Nikolaus-Kirche Mannheim zahlreiche Festgottesdienste musikalisch und führt hierbei viele Messen von Mozart und J. Haydn auf.
Seit dem Sommer 2015 ist er Chorleiter beim MGV Reilingen und widmet sich dort den drei Chorgattungen Männerchor, Frauenchor und gemischter Chor.
In der evangelischen Kirchengemeinde Bauschlott bei Pforzheim leitet er seit 1995 den Gospelchor „Big family“.
2001 bis 2005 übernimmt Wolfram Sauer die Leitung des Orchesters der Universität Mannheim und widmet sich zusätzlich der sinfonischen Orchesterliteratur, z. B. 1. Sinfonie von Mendelssohn Bartholdy, 3. Sinfonie von Borodin, Ungarische Tänze von Brahms, Peer Gynt-Suite und Klavierkonzert a-moll von Grieg, 1. Sinfonie und Violinkonzert von Beethoven.
Mit dem Seckenheimer Singkreis interpretiert er seit 1994 u. a. die Matthäus-Passion von Heinrich Schütz, alle sechs Kantaten von J. S. Bachs „Weihnachtsoratorium“, die Johannes-Passion von J. S. Bach, das Mozart-Requiem, das Te-Deum von F. X. Richter, die Pastoralmesse von G. J. Vogler – letztere sind zwei Komponisten der Mannheimer Schule – die „Schöpfung“ von J. Haydn sowie die c-moll-Messe von Mozart.
17_Theo SchmittGründungschorleiter Theo Schmitt

Theo Schmitt (*1931) unterrichtete ab 1962 an der Max-Hachenburg-Schule in Mannheim, an der er bis zu seinem Pensionierung im Jahre 1993 – zuletzt als Studiendirektor und Abteilungsleiter - wirkte. Seit Bestehen der Berufsakademie Mannheim hielt Theo Schmitt zusätzlich als Dozent Vorlesungen.

Soziales Wirken: In seiner Jugend in der unmittelbaren Nachkriegszeit hatte sich sich Theo Schmitt als beliebter Gruppenleiter in der katholischen Jugend engagiert und setzte so einen Neuanfang für die Jugendarbeit in Mannheim-Seckenheim; diese Tätigkeit blieb aber nicht auf den lokalen Bereich beschränkt, sondern erweiterte sich auf Dekanats- und Diözesanebene, wo er lange Zeit viele Jugendleiter ausbildete.
Sein kirchliches und soziales Engagement setzte sich in späteren Jahren fort: u.a. durch beratend unterstützende Tätigkeit für das Mannheimer "Haus der Jugend" des BDKJ in finanziell-organisatorischen Belangen, für das Maria-Scherer-Haus, das Kinderheim St. Anton und den Stiftungsrat der katholischen Pfarrgemeinde St. Aegidius Seckenheim, in seiner Funktion als damaliger Pfarrgemeinderat.
Sein soziales Wirken zeigte sich ebenfalls in Benefiz-Veranstaltungen oder kostenlosen Auftritten (Altersheime, Krankenhäuser) des Singkreises.

Chorleitertätigkeit:
Theo Schmitt erarbeitete sich die theoretischen Musikkenntnisse selbst und sammelte seine ersten praktischen Erfahrungen mit dem Seckenheimer Knabenchor und dem damaligen „Mannheimer Singkreis“.
Seine erfolgreiche Arbeit mit dem Seckenheimer Singkreis führte dazu, dass ihm auch die Leitung weiterer Chöre übertragen wurde, so der Schulchor der Max-Hachenburg-Schule und der Kirchenchor der Unteren Pfarrei St. Sebastian Mannheim. Er leitete 32 Jahre den Studierendenchor der Universität Mannheim und 60 Jahre den Kirchenchor der St. Gallus-Gemeinde in Ladenburg. 18 Jahre übte er auch das Amt des Dekanatschorleiters aus.

Theo Schmitt war nicht nur musikalischer, sondern auch organisatorischer Leiter des Singkreises, und dies 50 Jahre ehrenamtlich. Wer einen Chor führt, weiß, dass diese Kontinuität nahezu beispiellos ist. Eine Anerkennung seiner sozialen und kulturellen Tätigkeit erfuhr Theo Schmitt mit der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes am Bande 1992. Die Universität Mannheim würdigte ihn mit der Universitätsmedaille. Auch im örtlichen Bereich wurde er durch Überreichung des Seckenheimer Alfred-Blümmel-Ordens geehrt.

Theo Schmitt war nicht nur Gründer und Motor des Singkreises, sondern auch das Herz des Chors. Den Chormitgliedern ist er zum Freund, Wegbegleiter und Mentor geworden; vielen hat er eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung geboten.